Die neue EU-Insolvenzverordnung bedeutet erhebliche Änderungen für alle neu eröffneten Insolvenzverfahren in der EU seit Mitte 2017. Der Tagungsband „Grenzüberschreitende Insolvenzen im europäischen Binnenmarkt“ beleuchtet in 15 Beiträgen die spannendsten und kritischsten Aspekte des neuen Regelwerks. Am 6.11.2017 fand dazu die Buchpräsentation der Herausgeberin und der Herausgeber, Univ.-Prof. Dr. Bettina Nunner-Krautgasser und Univ.-Prof. Dr. Thomas Garber (Universität Graz, Institut für Zivilverfahrensrecht und Insolvenzrecht) sowie RA Dr. Clemens Jaufer (ScherbaumSeebacher), in Wien statt.
Über 70 geladene Gäste aus Wirtschaft, Justiz, Wissenschaft und der Finanzprokuratur hatten Gelegenheit, mit der Herausgeberin und den Herausgebern zu den gesetzlichen Neuerungen zu diskutieren. Ein Höhepunkt war die Keynote-Speech zur „Bedeutung des Schuldnachlasses bei der Staateninsolvenz und der Einfluss staatlicher Macht“ des renommierten Staateninsolvenzrechtsexperten Univ.-Prof. Christoph Paulus aus Berlin. „Die Internationalisierung im Insolvenzrecht gewinnt immer mehr an Bedeutung in der Restrukturierungspraxis. Das soll durch die neue Insolvenz-VO, die für ein wirtschaftlich stark verflochtenes Land wie Österreich ein großer Vorteil ist, aufgegriffen werden“, so Clemens Jaufer. „Grundsätzlich ist die Neuregelung sehr zu begrüßen, aber es stellen sich viele neue Fragen in dem Zusammenhang, die wir im Tagungsband diskutieren und beantworten“, ergänzt Bettina Nunner-Krautgasser.