Eine besondere Auszeichnung wurde dieser Tage Professor Benedek vom Institut für Völkerrecht zuteil. Er durfte Bundespräsident Heinz Fischer bei dessen Staatsbesuch in Tunesien begleiten. Der Völkerrechtsexperte stellte dabei das gerade ins Arabische übersetzte Handbuch für Menschenrechtsbildung des ETC „Menschenrechte verstehen“ vor. Der Bundespräsident unterstrich die aktuelle Bedeutung des Manuals: Seine Übersetzung komme vielleicht „gerade zur richtigen Zeit“, denn das Handbuch liefere Antworten auf „ganz entscheidende Fragen“. Hintergrund: Tunesien schaffte zwar als einziges Land nach dem Arabischen Frühling den Übergang zu einer Demokratie und führte eine als sehr positiv befundene Verfassung ein, die Menschenrechtssituation im Land wird jedoch nach Berichten über Folter und Misshandlungen seitens der Polizei oder wegen des Verbots der Homosexualität als schwierig erachtet.
Neben der Präsentation des Menschenrechtshandbuchs vor Experten und Parlamentspräsident Mohamed Ennaceur besuchte Professor Benedek in Tunesien gemeinsam mit Professor Wielinger auch die Rechtswissenschaftliche Fakultät in Sousse, mit der die Grazer REWI-Fakultät eine Kooperation unterhält. Bei diesem Besuch standen ebenso die Menschenrechte im Mittelpunkt. Im Rahmen eines Kolloquiums stellte Wolfgang Benedek dort das von ihm herausgegebene Handbuch sowie das Beispiel der Menschenrechtsstadt Graz vor, während Gerhart Wielinger über österreichische Institutionen zum Schutz der Menschenrechte berichtete.
(APA, Wolfgang Benedek und Wolfgang Schleifer)
Links:
Handbuch „Menschenrechte verstehen“ (deutsche Fassung)
Interview mit Professor Benedek auf Ö1 vom 4.2.2016
Institut für Völkerrecht und Uni-ETC