An der „Academy of Human Rights“ waren neben der Universität Graz die Universitäten Radom (Polen), Banská Bystrica (Slowakei), Palermo (Italien) und Split (Kroatien) beteiligt. Nach zwei Online-Abenden im Frühling (u. a. mit instruktivem Vortrag von Jürgen Pirker über den Schutz von Minderheiten im europäischen Mehrebenensystem) trafen sich die Teilnehmenden von 11. bis 15. Mai 2026 an der Universität Radom.
Neben weiteren Lehrenden der übrigen teilnehmenden Universitäten hielten Agnieszka Kacprzak und Marlene Peinhopf Vorträge über die Stellung von Sklav:innen zwischen Rechtssubjekt und -objekt im antiken Rom sowie über konkrete Beispiele von Sklavenfamilien in der sozialen Praxis. Die Studierenden tauschten sich in mehreren Workshops intensiv über Menschenrechte, deren Relevanz und die potentiellen Probleme in deren Umsetzung aus. Zwei Exkursionen rundeten das Programm ab: ein Tag in Warschau samt Besuch des Varso Towers (des höchsten Wolkenkratzers der EU) und Führung durch das polnische Parlament sowie ein Ausflug nach Kazimierz Dolny, das bekannt ist für seine gut erhaltene Renaissance-Architektur.
Der Dank der Teilnehmenden unserer Fakultät gilt dem polnischen Organisationsteam (insb. Monika Żuchowska-Grzywacz), das abgesehen vom akademischen Programm und den Ausflügen auch für einen amüsanten Abend mit polnischen Köstlichkeiten verantwortlich zeichnete.
Was den Aufenthalt und Austausch in Radom aber zu etwas ganz Besonderem machte, waren die neun Studierenden aus Graz, die fachlich brillierten: Sie brachten sich in den Diskussionen und Gruppenarbeiten am stärksten ein und stellten pointierte, kritische Fragen, ein Grazer Student gewann dann auch das Abschluss-Quiz. Insgesamt präsentierte sich die Gruppe offen, hilfsbereit, interessiert und mit Problemlösungskompetenz ausgestattet, was zum Gelingen dieses lehrreichen und lustigen BIP in Radom beitrug.