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Anerkennung

Freitag, 13.05.2016, Universität

Menschenrechtspreis der Uni Graz an Stellvertretenden UN-Flüchtlingshochkommissar Volker Türk verliehen

Der Menschenrechtspreis gehört zu den bedeutendsten Auszeichnungen, die von der Karl-Franzens-Universität Graz vergeben werden. Erst sechs Mal wurde er seit 1992 für herausragende Verdienste um Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden verliehen, darunter an bekannte Persönlichkeiten wie den Dalai Lama, Simon Wiesenthal und Daniel Barenboim. Heute, am 13. Mai 2016, erhielt Dr. Volker Türk, Stellvertretender UN-Flüchtlingshochkommissar für Schutzfragen, den Menschenrechtspreis. Die Universität Graz würdigt damit über den Preisträger hinaus die Bemühungen des UN-Flüchtlingshochkommissariats UNHCR sowie die Arbeit aller, die sich für Flüchtlinge einsetzen.

Der Menschenrechtspreis für Volker Türk erfolgte auf Vorschlag von Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Benedek, Leiter des Trainings- und Forschungszentrums für Menschenrechte und Demokratie, und wurde einstimmig vom Senat der Karl-Franzens-Universität beschlossen. Benedek: „Mit dem Preis soll einerseits die herausragende Persönlichkeit von Volker Türk geehrt werden, der sich seit 25 Jahren weltweit dem Schutz der Flüchtlinge gewidmet hat und andererseits die zentrale Rolle des Flüchtlingshochkommissariats der Vereinten Nationen für die Unterstützung der Flüchtlinge hervorgehoben werden.“

Rektorin Univ.-Prof. Dr. Christa Neuper überreichte die Urkunde an Volker Türk im Rahmen eines Festaktes in der Aula und hob die gesellschaftliche Rolle der Universität hervor: „Die Verleihung des Preises ist ein Signal dafür, sich in der Flüchtlingsthematik zu engagieren. Bereits im vergangenen September haben WissenschafterInnen und Studierende rasch ein Maßnahmen-Paket geschnürt, um anerkannten Flüchtlingen und AsylwerberInnen den Zugang zu Bildung zu erleichtern.“

Der Preisträger widmete die Auszeichnung in seiner Dankesrede all jenen, die vor Verfolgung und Krieg flüchten und auf der Suche nach Schutz sind. „Mit mehr als 60 Millionen Vertriebenen weltweit ist es wichtiger denn je, dem Flüchtlingsschutz ein besonderes Augenmerk zu schenken. Ich danke dem Senat der Universität Graz für seine Auswahl daher von tiefstem Herzen. Der Flüchtlingsschutz ist eine ganz wichtige Säule der Menschenrechte und hat in den vergangenen Jahrzehnten Millionen Menschen nicht nur das Leben gerettet, sondern ihnen auch die Chance auf eine neue Zukunft gegeben. Ich möchte in diesem Zusammenhang auch der Universität Graz herzlich gratulieren für ihr Engagement für Flüchtlinge und im Bereich der Menschenrechte“, so Türk.

Zum Preisträger
Dr. Volker Türk ist gegenwärtig Stellvertretender UN-Flüchtlingshochkommissar für Schutzfragen. Vor seiner Ernennung als Stellvertretender UN-Flüchtlingshochkommissar war er Direktor für internationalen Rechtsschutz am Sitz des UN-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) in Genf. Von April 2008 bis September 2009 hatte er die Funktion des Direktors der Abteilung für Organisationsentwicklung und Management inne, wo er maßgeblich die Strukturreform von UNHCR mitgestaltete. Zuvor bekleidete der gebürtige Oberösterreicher unterschiedliche Posten für UNHCR in verschiedenen Regionen der Welt, unter anderem in Malaysia, im Kosovo, in Bosnien-Herzegowina, der Demokratischen Republik Kongo und Kuwait. Von 2000 bis 2004 leitete er die Sektion für Schutzpolitik und Rechtsberatung in der Genfer Zentrale und war dabei vor allem für den Globalen Konsultationsprozess von UNHCR verantwortlich. Vor seiner Karriere bei UNHCR war Volker Türk Assistent am Institut für Völkerrecht der Universität Wien, wo er seine Doktorarbeit über das UN-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR und dessen Mandat abschloss.
Türk ist Autor zahlreicher Publikationen im Bereich des internationalen Flüchtlingsrechts und der Menschenrechte.

 

Prominentes Podium

Im Anschluss an den Festakt lud die Refugee Law Clinic der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Uni Graz ins RESOWI-Zentrum zum öffentlichen Workshop mit dem Titel „Europa und die Flüchtlinge. Die Rolle von UNHCR in Europa“. Neben Volker Türk diskutierte unter der Moderation von Lisa Heschl ein hochkarätig besetztes Podium: Berndt Körner, stellvertretender Exekutivdirektor von Frontex, Peter Webinger, stellvertretender Sektionsleiter Asyl und Migration im Bundesministerium für Inneres, und Franz Küberl, Direktor, Caritas Graz-Seckau.

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