Privatrecht im Vergleich – über Grenzen und Zeiten hinweg
Der Spezialisierungsschwerpunkt hat den Rechtsvergleich zwischen ausgewählten Instituten des Bürgerlichen Rechts in gegenwärtigen Rechtsordnungen Europas zum Inhalt. Den Studierenden werden vertiefte Kenntnisse über die Gestalt und das Funktionieren der betroffenen Rechtsinstitute in verschiedenen europäischen Rechtsordnungen vermittelt. Durch einen kurzen historischen Rückblick werden die Studierenden die Gründe für die unterschiedlichen Entscheidungen der europäischen Gesetzgeber im Hinblick auf die genannten Rechtsinstitute kennenlernen. Sie werden einerseits mit den zugrundeliegenden Motiven, andererseits mit den praktischen Konsequenzen der unterschiedlichen Lösungen konfrontiert und somit zur Reflexion über die Vor- und Nachteile sowie über die möglichst besten Lösungen für die gegenwärtige Gesellschaft ermutigt. Durch ein gutes Verständnis der Unterschiede werden die Studierenden einerseits das geltende Bürgerliche Recht besser verstehen lernen und andererseits darauf vorbereitet, zwischen den Rechtsakteurinnen/Rechtsakteuren aus verschiedenen Ländern zu vermitteln und somit den grenzübergreifenden Rechtsverkehr erfolgreich zu bedienen. Sie erhalten eine solide Basis für die Reflexion über und ein Verständnis von auf europäischer Ebene laufenden Diskussionen über eine Vereinheitlichung zentraler Institute des Bürgerlichen Rechts.
Lehrveranstaltung im Wintersemester
- Römischrechtliche Prinzipien in EuGH-Entscheidungen
Lehrveranstaltungen im Sommersemester
- Comparative Contract and Tort Law
- Eine Reise durch das europäische Zivilrecht: Institute im Vergleich
- Auf dem Weg zu einem europäischen Zivilgesetzbuch - Basics and Challenges
Sprecherin: MMag.a Dr.in Marlene Peinhopf
Stellvertreterin/Stellvertreter: Priv.-Doz.in Dr.in Agnieszka Kacprzak & Univ.-Prof. Dr. Gregor Christandl